vom 10.12.2009
Stormarner Tageblatt
Zur Verkleinerung der Oldesloer Bücherei!
„Es geht auf keinen Fall darum, die Bücherei zu verkleinern... Alle Beteiligten sollen in die Lösung des Raumproblems einbezogen werden….“ Das waren die Äußerungen der Oldesloer BSKA-Vorsitzenden (CDU) noch im Juni dieses Jahres. Nur ein halbes Jahr später beenden CDU und FDP die Diskussion und schaffen im Ausschuss Fakten. Links des Treppenaufganges wird eine Wand gezogen, der Raum wird dem Heimatmuseum zugeschlagen. Basta.
Die Freunde der Bücherei stehen da und sind fassungslos. Hatten wir nicht das Wort der Ausschussvorsitzenden? Sollte nicht der Büchereiverein mitsprechen können? Sollten nicht alle Beteiligten im Vorwege einer Entscheidung mitsprechen können? Jetzt also doch ein Bastabeschluss gegen die Arbeit der Bücherei, gegen die Interessen der zahlreichen Oldesloer, die ihre Bücherei ausgebaut und nicht verkleinert sehen wollen. Gibt es nicht zahlreiche Varianten für einen Umbau, die eine teuer bezahlte Architektin vorlegte? Diese wurden aus Geldmangel zu den Akten gelegt. Wie dürfen wir uns unsere Bücherei zukünftig vorstellen? Das Gebäude ist zurzeit innenarchitektonisch ausgewogen. Auch dies trägt zur entspannten Atmosphäre in den Räumlichkeiten bei.
Es ist unerträglich, wie mit den Interessen der Leser der Oldesloer Bibliothek umgegangen wird. Es gibt in meinen Augen keine Synergieeffekte aus der Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen. Ein Bibliotheksbesuch ist für sich stehend, er Bedarf keinerlei zusätzlicher Amüsements. Wir haben nur Nachteile aus diesem Beschluss. Raumverknappung, Titelreduzierung, keine Angebote mehr für Gruppen.
Es ist unerträglich, wie mit der Arbeit des Büchereiteams umgegangen wird. Anstelle der Unterstützung moderner Konzepte sieht die Stadt Raumverkleinerung und Zusatzarbeit durch die erzwungene Zusammenarbeit mit dem Museum, aus der für die Bibliothek kein Vorteil erwächst vor.
Das Gebäude ist für die Entwicklungswünsche der beiden Einrichtungen ohne erweiternden Umbau zu klein. Dies ist mehrfach festgestellt. Dieser Bastabeschluss behindert die Arbeit der Bibliothek nachhaltig und gefährdet die Zuschüsse durch den Büchereiverein. Solange kein Geld für eine echte Lösung da ist, gibt es nur eine Antwort: Status Quo. Es ist die Zeit der Wünsche: Ich wünschte, Sie erinnerten sich ihres gegebenen Versprechens, Frau Fehrmann, keine Raumverkleinerung der Bücherei!
Sybille Klingner
Bad Oldesloe
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